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Verwendung:
Wie der Name der Rasse andeutet,
ist die Arbeit dieses Hundes das Hüten und das
Treiben von Vieh, sowohl in weit offenem, als auch in eng begrenztem
Gelände.
Eine Aufgabe, die er auf unnachahmliche Weise erfüllt. Er ist
stets aufmerksam,
äußerst intelligent, wachsam, mutig und
vertrauenswürdig.
Seine bedingungslose Hingabe an die Pflicht prägt ihn als
Arbeitshund.
Klassifikation FCI:
Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 2 Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Ohne Arbeitsprüfung
Allgemeines
Erscheinungsbild:
Das allgemeine Erscheinungsbild stellt einen kräftigen, kompakten
und symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und
den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, wie
beschwerlich sie auch sei. Die Vereinigung von Substanz, Kraft,
Ausgewogenheit und leistungsfähiger, starker Muskulatur muss den
Eindruck von großer Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer erwecken.
Jedes Anzeichen von Schwerfälligkeit oder Schwächlichkeit ist
ein schwerer Fehler.
Verhalten / Charakter (Wesen):
Aufgrund seiner Ergebenheit und seines angeborenen Schutztriebes ist
der australische
Treibhund der geborene Beschützer für den Viehhirten,
für dessen Herde und seinen Besitz.
Trotz seines natürlichen Misstrauens gegenüber Fremden muss
er, besonders im
Ausstellungsring, umgänglich sein. Jegliches Wesens- und
Gebäudemerkmal,
das die Arbeitsfähigkeit des Hundes beeinträchtigen
könnte,
muss als schwerer Fehler angesehen werden.
Kopf: Der Kopf ist kräftig, steht in harmonischer
Ausgewogenheit mit den übrigen
Proportionen des Hundes und passt zu dessen Gesamterscheinung.
Fang: Breit,
unter den Augen gut
ausgefüllt und zur Nase hin allmählich schmaler werdend;
mittellanger, tiefer, kraftvoller Fang, dessen obere Begrenzungsebene
zu der des Schädels
parallel verläuft.
Lefzen: Straff anliegend, glatt.
Kiefer / Zähne:
Der Unterkiefer ist kräftig, tief, gut entwickelt. Die Zähne
sind gesund, kräftig, regelmäßig eingesetzt, in Form
eines Scherengebisses schließend, d. h. die obere
Schneidezahnreihe greift ohne Zwischenraum in die untere. Da der Hund
dazu bestimmt ist, störrisches Vieh durch Bisse oder Zwicken in
die Ferse anzutreiben, sind gesunde und kräftige Zähne sehr
wichtig.
Backen: Muskulös, weder grob noch vorstehend.
Augen: Von ovaler Form und mittlerer Größe,
weder vorstehend noch tiefliegend; sie müssen Wachsamkeit und
Intelligenz ausdrücken. Bei der Annäherung von Fremden ist
ein warnendes oder misstrauisches Aufflackern für den Ausdruck
charakteristisch. Die Farbe der Augen ist dunkelbraun.
Ohren: Von
mäßiger
Größe, vorzugsweise eher klein als groß, am Ansatz
breit, muskulös, aufrecht stehend, mäßig zugespitzt, in
ihrer Form weder einem Löffel noch dem Ohr einer Fledermaus
ähnlich. Sie sind auf dem Schädel weit auseinander angesetzt
und nach außen geneigt, reagieren auf jedes Geräusch und
sind hoch aufgerichtet, wenn der Hund aufmerksam ist. Die Ohrmuschel
ist dick in ihrer Beschaffenheit, und ihre Innenseite sollte recht gut
behaart sein.
Hals: Außerordentlich kräftig, muskulös,
von mittlerer Länge,
zum Körper hin breiter werdend, ohne Wamme.
Körper: Die Länge des Körpers in gerader
Linie von der Spitze des Brustbeins zum
Sitzbeinhöcker gemessen ist größer als die
Widerristhöhe in einem Verhältnis 10 zu 9.
Die Oberlinie ist horizontal.
Rute:
Der Ansatz der Rute ist als fließende Fortführung der
Kruppenneigungslinie mäßig tief; in ihrer Länge reicht
sie ungefähr bis zum Sprunggelenk. In der Ruhe sollte sie in einem
sehr leichten Bogen herabhängen. In der Bewegung oder in der
Erregung darf sie höher getragen werden, jedoch unter keinen
Umständen so hoch, dass sie sich auch nur teilweise jenseits einer
gedachten senkrechten Linie durch ihren Ansatz befindet. Die Rute
sollte sehr buschig behaart sein.
Gliedmassen:
Vorderhand:
Die Vorderläufe haben bis zu den Pfoten starke, runde Knochen und
sollten,
von vorne gesehen, gerade und parallel stehen.
Schultern:
Die Schulerblätter sind kräftig, schräg gelagert, gut
bemuskelt und bilden mit dem
Oberarm einen guten Winkel. Ihre Spitzen sollten am Widerrist nicht zu
dicht nebeneinander
liegen. Obwohl die Schultern gut bemuskelt und ihre Knochensubstanz
kräftig ist, würden überladene Schultern und schwere
Fronten eine korrekte Bewegung verhindern und die
Arbeitstüchtigkeit einschränken.
Vordermittelfuß:
Sollte elastisch sein und bildet, von der Seite betrachtet mit dem
Unterarm einen leichten Winkel.
Hinterhand:
Die Hinterhand ist breit, kräftig und muskulös. Von hinten
gesehen sind die Hinterläufe
vom Sprunggelenk bis zu den Pfoten gerade und stehen parallel, weder
eng beisammen
noch zu weit auseinander.
Oberschenkel:
Lang, breit und gut entwickelt.
Knie:
gut gewinkelt.
Sprunggelenk:
kräftig und tief stehend.
Pfoten: Die
Pfoten sollten rund sein,
die Zehen kurz, kräftig gut gewölbt und eng
zusammengefügt. Die Ballen sind strapazierfähig und dick, die
Krallen müssen kurz und kräftig sein
.
Gangwerk:
Das Gangwerk ist geradlinig, frei, geschmeidig und unermüdlich;
die Bewegung
der Schultern und der Vorderläufe steht im Einklang mit dem
kräftigen Schub der Hinderhand.
Die Fähigkeit, zu raschen und plötzlichen Bewegungen ist von
wesentlicher Bedeutung.
Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind von überragender
Wichtigkeit.
Steifheit in der Bewegung, beladene, lose oder steile Schultern, eine
Schwäche in den
Ellenbogen, den Fesseln oder den Pfoten, steile Kniegelenke sowie
Kuhhessigkeit oder Fassbeinigkeit müssen als schwere Fehler
eingestuft werden. Bei zunehmender Geschwindigkeit zeigen die Pfoten im
Trab die Tendenz, am Boden näher beieinander aufzutreten,
aber in der Ruhe sollten alle vier Läufe des Hundes senkrecht zum
Boden stehen.
Haarkleid:
Das Haar ist glatt und bildet ein doppeltes Haarkleid mit kurzer,
dichter Unterwolle.
Das Deckhaar ist dicht, wobei jedes einzelne Haar gerade und hart ist
und flach anliegt;
deswegen ist das Haarkleid wasserundurchlässig. Unter dem
Körper bis zu den Hinterseiten der Läufe ist das Haar
länger und bildet in der Gegend des Oberschenkels eine angedeutete
Hose.
Auf dem Kopf, einschließlich der Innenseite der Ohren, bis zu den
Vorderseiten der Läufe und der Pfoten ist das Haar kurz.
Längs des Halses ist es länger und dicker.
Sowohl zu kurzes als auch zu langes Haar ist ein Fehler. Im
Durchschnitt sollte das Haar auf dem Körper 2,5 bis 4 cm lang sein
(ungefähr 1 bis 1 ½ ins)
.
Farbe:
Blau: Die Farbe sollte blau, blau getüpfelt oder blau
gesprenkelt sein,
mit oder ohne andere Abzeichen. Erlaubt sind am Kopf schwarze, blaue
oder lohfarbene Abzeichen, vorzugsweise in gleichmäßiger
Verteilung. Die Vorderläufe sind von den Zehen bis
hinauf zur Mitte ganz lohfarben; die Lohfarbe erstreckt sich an der
Front über die Brust
und die Kehle und findet sich auch an den Kiefern. Die Hinterhand zeigt
Lohfarbe an der Innenseite der Läufe und der Innenseite der
Oberschenkel; sie verläuft von dort über die Knie
und die Vorderseiten der Läufe bis hin zu den Sprunggelenken, von
wo aus auch die
Außenseiten der Läufe bis hinunter zu den Zehen lohfarben
sind.
Lohfarbene Unterwolle am Körper ist erlaubt, sofern sie nicht
durch das blaue Deckhaar durchschimmert. Schwarze Flecken am
Körper sind nicht erwünscht.
Rot gesprenkelt: Die Farbe besteht aus
gleichmäßiger und überall gut verteilter roter
Tüpfelung, einschließlich der Unterwolle, (weder weiß
noch cremefarben), mit oder ohne dunklere rote Abzeichen am Kopf.
Gleichmäßig verteilte Abzeichen am Kopf sind erwünscht.
Rote Flecken am Körper sind zulässig, aber nicht
erwünscht.
Größe:
Widerristhöhe: Für Rüden 46- 51 cm (ca. 18- 20 ins).
Für Hündinnen 43- 48 cm (ca. 17- 19 ins).
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen
werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte
.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Hodensack befinden.
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